Das Willkommensnetzwerk „Pankow Hilft!“ unterstützt Menschen in Fluchtsituationen beim Ankommen in Berlin-Pankow.

Pankow Hilft! besteht aus aktuell 12 Unterstützungskreisen für Gemeinschafts- und Notunterkünfte, die sich jeweils um eine Geflüchtetenunterkunft oder um mehrere in einem Stadtteil herum gegründet haben. Wir heißen alle Menschen, die nach Pankow geflüchtet sind, willkommen und wollen ihnen das Ankommen in ihrem neuen Kiez erleichtern. Zum Willkommensnetzwerk gehören:

 

Gemeinschaftsunterkünfte / tempo homes

Unterstützungskreis Buch

Unterstützungskreis Buchholz (wird NUK Hasengrund und Wackenbergstraße ablösen)

Unterstützungskreis Karow hilft

Unterstützungskreis Mühlenstraße

Unterstützungskreis Rupert-Neudeck-Haus & NUK Storkower Straße

Unterstützungskreis Rosenthal (derzeit noch ohne Unterkunft)

Unterstüter_innenkreis Straßburger Straße

Unterstützungskreis Treskowstraße

Unterstützungskreis Weißensee

 

Notunterkünfte

Unterstützungskreis Notunterkunft Hasengrund

Unterstützungskreis Notunterkunft Malmöer Straße

Unterstützungskreis Notunterkunft Wackenbergstrasse

 

Ehemaliger Unterstützungskreise, die nun die Bewohner*innen in der Treskowstraße unterstützen

Unterstützungskreis Notunterkunft Smetanastraße

Unterstützungskreis Notunterkunft Wichertstraße

Unterstützungskreis Notunterkunft Winsstraße

Unterstützungskreis Notunterkunft Woelckpromenade

 

In den Unterstützungskreisen sind Anwohner*innen gemeinsam mit kulturellen, sozialen und politischen Organisationen aus ganz Pankow aktiv. Sie treffen sich i.d.R. einmal im Monat. Die meisten haben Arbeitsgemeinschaften gegründet, in denen sich Ehrenamtliche zu einem bestimmten Thema engagieren (siehe unten). Wir kooperieren mit den Unterkünften, sehen uns aber als unabhängige Akteure, die beobachten und sich ggf. in die Bezirkspolitik einmischen und sich an antirassistischen Initiativen beteiligen.  

 


Einsteigen

Neue Unterstützer*innen, die sich kontinuierlich in eine Aufgabe einbringen, sind herzlich willkommen – es gibt in manchen Stadtteilen noch sehr viel Potenzial und Unterstützungsbedarf! Ein Engagement in den Unterstützungskreisen ist sinnvoll, da man hier im Austausch mit anderen Unterstützer*innen steht, sich für die gleiche Aufgabe mit anderen zusammentun kann und die Mitarbeiter*innen in den Unterkünften entlastet.

Sie wollen gerne unterstützen, wissen aber nicht wie?

Dann schauen Sie mal auf unserer Spendenseite, welche Möglichkeiten es gibt.

Oder Sie suchen unsere Erstberatung auf, wo wir mit Ihnen im persönlichen Gespräch nach Möglichkeiten schauen, wo sie sinnvoll und mit Spaß unterstützen können.

Sie haben bereits eine konkrete Idee, was Sie machen wollen, z.B. einen Deutschkurs anbieten oder eine Sportgruppe anbieten oder eine Familie für einige Zeit begleiten?

Dann melden Sie sich am besten bei dem Unterstützungskreis, der in ihrer Nähe liegt. Zur Zeit brauchen insbesondere die ehrenamtlichen Koordinierenden etwas Zeit, um die zahlreichen Anfragen zu beantworten. Wir bitten deshalb um etwas Geduld.

Hinweis: Alle ehrenamtlichen Unterstützer*innen müssen ein aktuelles erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Beantragt wird dies gesammelt über die Koordinator*innen der Unterstützungskreise.

 


Was muss ich als Ehrenamtliche mitbringen?

In Pankow Hilft! wollen wir Begegnung schaffen zwischen alten und neuen Nachbar*innen. Geflüchtete Menschen wollen wir auf folgende Art unterstützen:

  • Auf Augenhöhe: Geflüchtete sind per se keine hilfsbedürftigen Opfer, sondern ganz normale Menschen, die aufgrund einer bedrohlichen oder schwierigen Lebenslage aus ihren Herkunftsländern geflohen oder ausgewandert sind. Trotz möglicher erlebter Traumatisierungen gestalten die Menschen ihr Leben aktiv und sind i.d.R. sehr interessiert, hier so viel wie möglich mitzubekommen und sich schnell zu integrieren.
  • Bedarfsorientiert und freiwillig: Die Unterstützungskreise stehen in Kontakt mit den Mitarbeiter*innen aus den Unterkünften und mit Geflüchteten selbst. Orientiert an den mitgeteilten Bedarfen entwickeln wir unsere Projekte und Arbeitsfelder. Alle Angebote der Unterstützung sind immer freiwillig.
  • Vertrauensvoll und langfristig: Wer unterstützen möchte, sollte in der Lage sein, zugewandt und geduldig zu sein. Die neu Angekommenen sind vielleicht noch vorsichtig, sprechen noch nicht so gut oder gar kein Deutsch und haben vor allem viele Termine im Rahmen ihres Asylverfahrens. Stetigkeit und Kontinuität sind wichtige Bedingungen dafür, dass sich ein verlässlicher und vertrauensvoller Kontakt entwickelt. Schön ist, sich Zeit beim Kennenlernen zu lassen und wenn es passt, regelmäßig Kontakt zu haben – so viel, wie man gerade schafft und möchte. Schon mit einer kleinen Zeitspende von beispielsweise zwei Stunden die Woche über einen längeren Zeitraum können Sie viel helfen.
  • Empowerment: Eine partnerschaftliche oder freundschaftliche Begleitung unterstützt die neuen Nachbar*innen bei ihrem Ankommen so, dass die Leute selbständig(er) werden bei ihrem Leben in Deutschland.
  • Mit Grenzen: Ehrenamtliche Flüchtlingsunterstützung ersetzt nicht die professionelle Sozialarbeit und staatliche Verantwortung. Deshalb sollten Unterstützer*innen auch immer reflektieren, wie viel sie leisten bzw. was sie von den verantwortlichen Stellen einfordern wollen.

 

 
Wenn Sie Fragen rund um das Thema Flüchtlinge in Pankow haben, können Sie sich auch jederzeit an das Bezirksamt Pankow wenden.
Für Ihre Anliegen stehen die Integrationsbeauftragte Katarina Niewiedzial und die Flüchtlingskoordinatorin, Birgit Gust zur Verfügung.

Kontakt:

katarina.niewiedzial@ba-pankow.berlin.de , Tel.: 030 90295 -2524

birgit.gust@ba-pankow.berlin.de, Telefon: 030 90295-2431

Weiterführende Informationen rund um das Thema finden Sie auf der Homepage des Bezirksamtes.

http://www.berlin.de/ba-pankow/politik-und-verwaltung/beauftragte/integration/